7 Marketingtipps fürs kleine Marketingbudget

7 MARKETINGTIPPS FÜRS KLEINE MARKETINGBUDGET

7 Marketingtipps fürs kleine Marketingbudget

Mit geringem Budget im Kommunikationsdschungel zu bestehen, ist für Hotels eine besondere Herausforderung. Wir haben ein paar Tipps für Euch auf Lager, wie man die vorhandenen Mittel optimal einsetzt.

Immer wieder sind wir mit recht kleinen Marketingbudgets von jährlich zwischen 6 und 15 Tausend Euro pro Jahr, die unsere Hotels für ihre Vermarktung zur Verfügung haben, konfrontiert. Das stört uns ganz und gar nicht. Denn dann, so sehen wir das, macht Marketing so richtig Spaß. Hier ist Kreativität gefragt. Mit geringem Budget im Kommunikationsdschungel zu bestehen, ist eine besondere Herausforderung. Aber wir haben dafür einige Tipps für Euch auf Lager, die wir kurz für Euch zusammenfassen möchten:

1. Kooperationsmarketing oder aus 1 mach 2

Kooperationen zu Marketingzwecken sind die gute alte Schule des Marketings. Oft nebenbei im persönlichen Gespräch mal schnell vereinbart, bringen solche „ich schreibe mal meine Kunden an und du meine“ wirklich sehr viel Aufmerksamkeit und die Kosten dafür halten sich im absolut gemäßigten Rahmen. Folgende Kriterien machen eine gute Kooperation für uns aus:

  • Such dir Partner, die eine ähnliche Zielgruppe haben, aber ein nicht allzu ähnliches Produkt. So bringt es unserer Erfahrung nach mehr, wenn ein Hotel, das z.B. auf Natur und Wandern spezialisiert ist, mit z.B. einem Ausstatter für Wanderkleidung oder mit einem Naturkostladen kooperiert, als würde es mit einem anderen gleichgesinnten Hotel zusammen arbeiten.
  • Stelle dem Kooperationspartner immer ein Produkt/eine Leistung von dir als Gewinn zur Verfügung. Das erhöht die Aufmerksamkeit ungemein.
  • Biete deinem Kooperationspartner, wenn du die Zusammenarbeit suchst, gerne mal ein wenig mehr als er dir bietet. Ist er einmal auf den Geschmack gekommen, dann wird das ganze schnell zu einer langfristigen Beziehung. Man muss nicht immer alles genau gegenrechnen.
  • Suche dir nur Partner, die du auch wirklich vertreten kannst, deren Produkte du wirklich gut findest, denn dann macht die Zusammenarbeit Spaß.
  • Lass dir ausreichend Zeit mit der Anbahnung der Kooperation. Je größer die Firma, desto länger im Voraus wird geplant. Wenn man es eilig hat, dann werden die richtig guten Kooperationen oft nichts mehr aus Zeitmangel. Somit: plane langfristig.
  • Versuche mit deinen Partnern gleich auf mehreren Ebenen zusammen zu arbeiten. Bleib nicht nur auf einem Kanal sondern nutze Facebook, Newsletter, Beilagen zu Produkten, Blogberichte auf der Website usw., wenn möglich zeitlich im Voraus geschickt geplant.

2. Plattformen für Grafik und Texte

Wahrscheinlich habt ihr davon schon gehört, traut Euch aber nicht sie auszuprobieren. In den letzten Jahren haben sich einige großartige Plattformen etabliert, die wir sehr gerne weiterempfehlen, weil wir sie selbst immer wieder nutzen:

  • www.freelancer.com
    Diese Plattform ist wohl einer der größten ihrer Art und ist für uns perfekt für die Neugestaltung von Banner, Logos, Drucksorten usw. Hier gibt es verschiedene Möglichkeiten mit denen auf der ganzen Welt lebenden Freelancern Kontakt aufzunehmen.Entweder Du stellst einen Auftrag auf Freelancer ein und definierst, was dir der Job maximal Wert ist. Daraufhin meldet sich eine Vielzahl von Anbietern aus der ganzen Welt, die den Auftrag zu den von dir genannten Konditionen übernehmen möchten. Hier ist es schwierig, den für dich besten herauszufinden, jedoch helfen Dir die Bewertungen und die Arbeiten der jeweiligen Anbieten, die bereits fertiggestellt wurden und online zu finden sind. Gefällt Dir der Stil eines Anbieters, dann kannst du davon ausgehen, dass er einen guten Job für dich machen wird.Die zweite Möglichkeit ist, einen Wettbewerb auszurufen. Nur der Sieger bekommt dann Geld für seine Arbeit, der Rest geht leider leer aus.

    Wir haben beides für Euch ausprobiert…und es waren beide Versionen äußerst effizient, schnell und professionell für uns. Der erste Auftrag war ein Folder, den wir überarbeiten ließen. Nach drei Tagen war der Folder mit 24 Seiten fertig und wir € 300,- los, also für unsere Verhältnisse sehr günstig. Nach der Fertigstellung erhielten wir alle offenen Dateien, sowie eine ordentliche Rechnung, die auch der Buchhaltung gefiel.

    Der zweite Auftrag war ein Logowettbewerb, bei dem wir das Logo zu unserer Website www.5vormeeting.com gestalten ließen. Wir haben bewusst überdurchschnittlich gut, und zwar € 400,- als Gewinn in Aussicht gestellt und erhielten innerhalb von wenigen Tagen über 300 Vorschläge. Natürlich waren einige nicht gut, aber wir waren absolut positiv von der hohen Qualität und der unglaublich serviceorientierten Vorgangsweise der Anbieter überrascht. Das System ermöglicht es dann noch ein internes Voting mit den präferierten Einsendungen unter deinen Freunden zu starten. Somit ist die Auswahl noch einfacher. Sobald man sich für einen Anbieter entschieden hat, erhält der das Geld und wir alle Rechte und alle offenen Dateien.

  • www.textbroker.de oder www.clickworker.de
    sind für Texte jeder Art eine großartige Wahl. Beide Seiten sind aus Deutschland und hier kannst du Texte aller Art in Auftrag geben. Texte für Blogs, Websites, Presseaussendungen, auf Wunsch natürlich Suchmaschinenoptimiert. Du findest auf beiden Seiten hochprofessionelle Texter, die nach deinem Briefing großartige Texte verfassen können. Am besten ist Ausprobieren und sich dann auf einige wenige Texter, die deinem Stil entsprechen, konzentrieren. Zu Beginn muss man sich ausreichend Zeit für das Briefing nehmen. Nur dann werden die Texte auch gut und verwendbar. Man kann einfach von niemanden verlangen, so gut auch der Texter ist, dein Produkt und deine Wünsche ohne klaren Briefing zu kennen.

3. Fotos mit Nutzungsrechten

Viele glauben immer noch, dass Fotos immer viel kosten müssen und versuchen deswegen eigenes Bildmaterial, das manchmal gut aber manchmal auch nicht so gut ist, zu verwenden. Falsch gedacht. Es gibt seit einiger Zeit eine Vielzahl von wirklich guten Fotoplattformen, wo du dir Fotos nach Themen suchen kannst und frei, ohne Rechte zu verletzen, nutzen kannst.

Pixabay ist sicherlich eine der bekanntesten Plattformen für lizenzfreie Fotos und es finden sich hier ganz großartige Shots für Websites aber auch Drucksorten. Insgesamt sind auf www.pixabay.com zur Zeit 950.000 Fotos zur freien Nutzung online…- Tendenz steigend.

Die Sache funktioniert sehr einfach, es können zwar unendlich viele Fotos downgeloaded werden, doch nach einiger Zeit kommt ein Hinweis, dass du vielleicht einmal einen Kaffee spenden solltest oder auch deine guten Fotos hochladest. Das tun wir natürlich regelmäßig und ich muss sagen, es macht einen riesen Spaß, wenn man sieht, dass die eigenen Fotos offensichtlich auch Verwendung gefunden haben. Wenn man das genau wissen möchte, dann kann man das Foto, von den man wissen möchte, wo es überall benutzt wird, in die Bildersuche von Google ziehen und schon siehst du, wo du dein Foto findest….

Das bietet sich übrigens auch für die Auswahl neuer Fotos an. Es wäre nicht so prickelnd, wenn dein neues Foto auch von deinem Mitbewerber verwendet wird, denn das muss klar sein, besitzen tust du das Foto natürlich nie. Das kann dir nur ein professioneller Fotograf bieten.

Eine weitere Plattform, die wir sehr gerne verwenden ist www.pexels.com

4. Facebook nutzen

Facebook ist derzeit unumstritten noch die Nummer 1 der Social Media Plattformen. Laut socialmediaradar.at sind etwa 3,7 Millionen User in Österreich aktiv (mind. 1/Monat). 1,2 Millionen der österreichischen User sind zwischen 20 und 29 Jahre alt, 860.000 User zwischen 30 und 39 Jahren, 630.000 User zwischen 40 und 49 Jahren. Damit wird für viele Unternehmen die Hauptkäufergruppe gut abgedeckt.

Daher unsere Empfehlung: entscheidest du dich nur ein soziales Netzwerk zu bespielen, sollte es Facebook sein.

Die Werbemöglichkeiten auf Facebook sind vielfältig und stellen – wenn richtig eingesetzt – ein sehr großes Potential für jedes Unternehmen dar. Mit den sogenannten Facebook Ads (Facebook Werbeanzeigen) können Anzeigen zielgruppengenau geschalten werden. Anders als Google Adwords arbeitet Facebook nicht mit Keywords, sondern mit Daten, die Facebook über seine Nutzer gesammelt hat, also Interessen, Alter, Wohnort, usw. Dadurch lassen sich potentielle Gäste sehr spezifisch erreichen.

An dieser Stelle soll auch gleich noch eines ganz klar festgestellt werden: Soziale Netzwerke sind für Unternehmen kein Spielzeug! Natürlich können und sollen sie Spaß machen, aber sie sind ein Aushängeschild, sie präsentieren dein Unternehmen nach außen und viele Menschen, vor allem jüngere Generationen, treffen heutzutage eine Kauf- bzw. Buchungsentscheidung erst nachdem sie die Social Media Profile eines Unternehmens/Hotels gesehen haben.
Das Profil muss betreut werden, neue Inhalte dafür müssen erstellt und regelmäßig gepostet werden (Empfehlung: 1 Posting pro Tag) und Anfragen, die über die Plattform kommen, beantwortet werden. Dies kann natürlich im Haus geschehen und ist auch zu empfehlen, da Authentizität und originelle Inhalte essentiell wichtig sind. Aber die Qualität der Beiträge und die Reaktionszeit darf nicht darunter leiden, dass man glaubt alles selbst zu können – damit schießt man sich ganz schnell ein Eigentor!

Wie baut man Fans auf?

  • Lass deine Gäste wissen, dass du auf Facebook bist. Lege eine kleine Info mit deinem Facebook-Namen in den Hotelzimmern aus; Gib ihnen ein „Goodie“ wenn sie etwas posten und dich markieren zum Beispiel einen Getränkegutschein, eine hausgemachte Marmelade..
  • Werbung – „pay to play“ – Social Media Marketing kostet Geld
  • Poste interessante Inhalte mit Mehrwert, die deine Fans gerne liken, anklicken und teilen
  • Nutze bereits existierende Kanäle um auf deine Facebook-Seite aufmerksam zu machen, zb.: Newsletter, Blog
  • Arbeite mit Influencern /Opinion Leaders /Advocates. Influencer, zum Beispiel Blogger, haben bereits eine Community, haben Follower und haben bei diesen bereits ein Vertrauen aufgebaut
  • Bitte Geschäftspartner, die bereits mit Social Media arbeiten, um ein „Shout out“ – zb.: Tourismusregion, Lieferanten, Medien…

Was sind interessante Inhalte? Wie fülle ich meinen Content-Kalender?

  • Benchmark: überschaff dir einen Überblick darüber was andere Betriebe, die deinem ähneln, tun und welche Inhalte von ihnen gut ankommen. Es ist legitim sich von der Konkurrenz inspirieren zu lassen, dann musst du noch deine eigenen Individualität darüber legen
  • Trends: informiere dich welche Art von Inhalte (Links, Fotos, Videos, Text,…) in welchen Kanälen gerade besonders gut ankommen und die meiste Reichweite erzielen. Bei Facebook sind Videos und auch Live-Videos gerade sehr erfolgreich
  • Mitarbeiter als Markenbotschafter: glückliche, zufriedene, motivierte Mitarbeiter sind starke Fürsprecher für dein Hotel. Zeige sie bei ihren Tätigkeiten und lasse sie auch zu Wort kommen
  • Emotionalität, Kreativität, Authentizität: was dich begeistert, wird auch die richtigen Gäste für dein Hotel ansprechen.

5. Gäste sind Influencer

Deine Gäste sind wichtige Markenbotschafter und Einflussnehmer für dein Unternehmen. Schon von jeher sprechen sie mit ihren Familien, Verwandten und Bekannten über den Urlaub und empfehlen das Hotel weiter.

Seit es soziale Netzwerke gibt, hat sich der Einfluss deiner Gäste noch gewaltig erhöht. Für viele Menschen gehört es mittlerweile dazu, Urlaubsfotos auf Facebook, Instagram und Co. zu posten – am lieben in Echtzeit. Mach dir das zu nutzen und sorge dafür, dass deine Urlaubsgäste über dich sprechen:

  • Kostenloses Wlan im Hotel und rundherum: nur wer eine Internetverbindung hat, kann auch posten. Richte Plätze rund um dein Hotel ein, die in den Menschen den Wunsch auslösen davon ein Foto zu machen oder davor zu posten. Indem du ihnen eine kostenlose Internetverbindung zur Verfügung stellst, stellst du sicher, dass sie auch gleich auf die Idee kommen ihre Schnappschüsse online zu verbreiten.
  • Lass deine Gäste wissen, dass du auf Social Media bist und mit welchen Hashtags oder Unternehmensnamen du arbeitest. Das kann ganz charmant zum Beispiel über eine Information in den Hotelzimmern, oder kleine Tafeln an besonderes schönen Plätzen des Hotels, geschehen.
  • Belohne deine Gäste dafür, dass sie Marketing für dich machen. Zum Beispiel kannst du dich bei deinem Gast mit einem kleinen Goodie bedanken, wenn sie etwas posten und dich markieren oder deinen Hashtag benutzen zb. Getränkegutschein..

6. Regionale Produkte als Geschenke

Wieder zuhause angekommen, werden deine Gäste den Daheimgebliebenen von ihren tollen Urlaubserlebnissen erzählen und hoffentlich auch dein Hotel dabei positiv erwähnen und weiterempfehlen.

Du kannst die Erinnerung an dein Haus noch verstärken, indem du deine Gäste mit einem kleinen, regionalen Abschiedsgeschenk überraschst. Das kann zum Beispiel eine selbstgemachte Marmelade sein, eine Süßigkeit für die deine Region bekannt ist, ein Blumen- oder Kräutersamen aus dem eigenen Garten, ein Öl oder ein Duft.

Besonders ein Geschenk, das auf die Sinne deiner Gäste wirkt, wird sie sofort wieder in Urlaubsstimmung versetzen, sie werden sich zurück in dein Hotel wünschen und auch ihrem Umfeld davon berichten.

7. Websites mit Vorlagen gestalten

Deine Homepage könnte dringend ein neues Design brauchen, sie ist schon etwas eingestaubt und nicht mehr auf dem neuesten Stand der Technik? Sich eine Website von Null aufbauen zu lassen, kann teuer sein. Eine sehr gute Alternative haben wir im Arbeiten mit Vorlagen entdeckt.

Die Seite www.themeforest.net zum Beispiel biete mehr als 34.000 Website Vorlagen und Themen, die Preise beginnen bei 2 Dollar.
Wir haben schon sehr gute Erfahrungen mit der Vorlage „Canvas“ gemacht und setzen diese aktuell bei einigen unserer Projekte ein. Dennoch sehen unsere Seiten natürlich nicht alle gleich aus! Die Anpassungsmöglichkeiten sind vielfältig und die Funktionen umfangreich. Gerade der Funktionsumfang dient auch als tolle Inspirationsquelle, wenn man noch nicht genau weiß, welche Informationen und Möglichkeiten man seinen Gästen auf der neuen Homepage alle anbieten soll. Es kommen auch immer wieder neue Updates und Möglichkeiten hinzu, die einen auf neue Ideen bringen können.

Das waren unsere ersten 7 Marketingtipps fürs kleine Marketingbudget. Wir hoffen, es war für Dich etwas interessantes dabei und Du kannst in Zukunft ein paar unsere Tipps umsetzen.

Wir selbst setzen unser Wissen mit viel Eifer und Erfolg zum Beispiel in der Geschäftsführung der Naturidyll Hotels – einer Marketingkooperation für familiengeführte Hotels in Österreich und Südtirol – ein.

Hättest du gerne Unterstützung bei deiner Vermarktung? Melde dich bei uns, gemeinsam finden wir die perfekte Lösung!